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Zuckertang (Saccharina latissima) wieder in Falckenstein

erstellt von Dirk Fleischer zuletzt verändert: 10.07.2008 13:23

Seit einigen Jahren ist Zuckertang an den Stränden der Kieler Bucht eher selten zu sehen, aber anscheinend hat dies 2008 ein Ende. In Falkenstein sind mehrere Exemplare dieser großen Braunalgen zu finden. Sie werden zwar nicht ganz so groß, wie in dänischen Gewässern, aber sind dennoch schön anzusehen.

Zuckertang (Saccharina latissima) wieder in Falckenstein

Zuckertang - Saccharina latissima (Foto: D. Kuballa)

Zuckertang (Saccharina latissima) wieder in Falckenstein

Der Zuckertang (Saccharina latissima; C.E. Lane, C. Mayes, Druehl & G.W. Saunders 2006) ist durch sein Aussehen und seine Größe eine der auffälligsten Braunalgen in der westlichen Ostsee und in angrenzenden Gebieten der Belt- und Norsee. Charakteristisch gegliedert in Rhizoid, Cauloid und Phylloid steht er auf einer morphologisch relativ hohen Organisationsstufe der Algen. Das Rhizoid ("Wurzelkralle") ist hierbei analog dem Wurzelgewebe von höheren Pflanzen; entsprechend gilt das für das Cauloid („Stiel“) und das Phylloid („Blatt“). Die Funktionen der einzelnen Abschnitte sind dabei allerdings nicht analog zu den entsprechenden Pflanzenteilen bei höheren Pflanzen. Das Rhizoid dient beim Zuckertang und verwandten Tangen überwiegend der Verankerung am Substrat, es bildet eine Art Haftkralle, mit der die Alge auf Steinen oder Felsen festgewachsen ist.

In den letzten Jahrzehnten ist die Ausbreitung des Zuckertangs in der Ostsee stark zurückgegangen. Der Grund dafür ist eine Eintrübung des Meerwassers durch Überdüngung und damit einhergehende Verschlechterung der Lichtverhältnisse. Dies führte generell zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensbedingungen im sog. Phytal, also dem von Makrophyten dominierten Ökosystem des Flachwassers. Eine derartige Beschränkung des Lebensraums schlägt sich in einer Veränderung der Tiefenverteilung hin zu deutlich flacheren Bereichen und einem Verschwinden der großen Algen in größeren Tiefen nieder.

Ein Verstärktes Auftreten des Zuckertangs auch in größeren Tiefen könnte also ein Zeichen dafür sein, dass es nun mit der Wasserqualität der Ostsee aufwärts geht.

 

Merkmale

  • großer Algenkörper in Form eines gewellten Blattes (Phylloid) von bis zu 4m Länge
  • Stiel (Cauloid) relativ kurz und schmal
  • mit Haftkralle (Rhizoid) auf Hartsubstrat (Steine, Felsen) festgewachsen
  • Farbe: Braun, gelblich-braun, grünbraun
  • Verbreitung: Ab ca. 2-3m abwärts
    Nordatlantik bis westliches Mittelmeer; Nordsee und westliche Ostse
  • Taxonomie:

Abteilung: Phaeophyta (Braunalgen)
Ordnung: Laminariales
Familie: Laminariaceae
Gattung: Saccharina

 

 

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