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Mnemiopsis leidyi wieder häufiger in der Kieler Förde

erstellt von Dirk Fleischer zuletzt verändert: 29.09.2008 12:06

Die eingewanderte Rippenqualle Mnemiopsis leidyi, die Ende 2006 erstmals in der Ostsee nachgewiesen wurde, ist anfang September wieder häufiger in der Kieler Förde zu sehen. Nachdem im Sommer die 'Neue' schon gesucht wurde ist sie jetzt bei Tauchgängen in der Kieler Förde (Falkensteiner Strand) wieder häufiger zu sehen. Wer sicher gehen will, welche zweier in der Ostsee vorkommender sehr ähnlicher Rippenquallen er vor sich hat, der sollte einen Nachttauchgang machen. Bei Berührung ist Mnemiopsis leidyi zur Biolumineszenz (Lichterzeugung) in der Lage. Die sehr ähnliche Glaslappenqualle (Boliniopsis infundibulum) ist zu diesen Lichtblitzen nicht in der Lage. Mehr zu weiteren Merkmalen später.

Mnemiopsis leidyi wieder häufiger in der Kieler Förde

Mnemiopsis leidyi (Foto: M. Bartz)

Mnemiopsis leidyi wieder häufiger in der Kieler Förde

Ende 2006 ging ein Aufschrei durch die Presse. Eine Rippenqualle Mnemiopsis leidyi (Für die es in Deutschland auch keinen allgemeinen Namen gibt) wurde in der Ostsee durch Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften IFM-Geomar erstmalig in der Ostsee festgestellt. Diese Rippenqualle von der Ostküste Nordamerikas hatte durch ihr Auftreten im Schwarzen Meer traurige Berühmtheit erlangt. Damals bereits stark überfischte Fischbestände im Schwarzen Meer wurden durch die räuberische Planktonfresserin noch weiter belastet.

In der westlichen Ostsee tritt seit jeher eine ähnliche Rippenqualle, die Glas-Lappenqualle (Bolinopsis infundibulum), regelmässig auf. Diese Rippenqualle war nie sehr häufig, konnte aber mit gewisser Regelmäßigkeit beim Tauchen gesehen werden. Die geringe Häufigkeit und die Lebensweise dieser Art machten sie niemals zu einer Gefahr für die planktischen Fischeier und Larven.

In der zentralen Ostsee wurde 2008 nachgewiesen, dass Mnemiopsis leidyi den planktischen Dorscheiern gefährlich werden könnte. Viele Meinungen gingen davon aus, dass die kalten Winter an der Ostsee dem Neuankömmling das Leben schwer machen würden. Leider war der Winter von 2006 auf 2007 alles andere als kalt und Mnemiopsis leidyi wurde 2007 von jedem Taucher gesehen. Anfang 2008 wurde sie dann noch vereinzelt gesehen, während sie dann im Frühsommer nicht mehr gesehen wurde. Jetzt im ausklingende Sommer, der Zeit der zweiten Planktonblüte im Jahr tritt sie wieder häufiger auf. Mehr ...

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