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Habitatkartierung - Mach mit!

erstellt von Dirk Fleischer zuletzt verändert: 08.05.2013 23:15

Die Kooperation des TLV-SH im EU-Projekt UNDINE geht in die nächste Runde. UNDINE als Kooperationsprojekt von deutschen und dänischen Partnern hat sich die Inwertsetzung der Unterwasserwelt der Fehmarnbelt Region auf die Fahnen geschrieben. Dieses Ziel soll auf verschiedenen Wegen erreicht werden und einer dieser Wege sind lokale Informationstafeln und Blätter am Strand oder an Promenaden mit direktem Bezug zu den Unterwasserhabitaten vor Ort. Die Leser sollen also direkt darüber informiert werden, was die Meeresoberfläche vor ihnen verbirgt! Anmeldeschluss 01.08.2013!

Habitatkartierung - Mach mit!

Habitatkartierung - Was ist das?

Habitat ist ein anderer Begriff für Lebensraum und bezeichnet nichts anderes als z.B. eine Seegraswiese, Sandfläche oder ein Geröllfeld. Wir als Taucher wissen, dass es an einigen Plätzen Seegras gibt, an anderen nicht, und dass Seegras nie in großen Wassertiefen zu finden ist. Aber wir wissen auch nicht immer ganz genau, wo eine Seegraswiese ist, weil eine Seegraswiese ja kein statisches Ding ist, sondern sich vergrößern oder verkleinern kann. Habitate und deren Größe zu erfassen ist nun eine sehr wichtige und interessante Sache. Das heißt, herauszufinden, wie sich ein Tauchplatz oder Strandabschnitt Unterwasser verändert. Habitatkartierung ist als nichts anderes als das Sammeln aller Informationen eines Tauchplatzes oder Strandes, die dann zu einer Karte zusammengestellt werden, um beispielsweise langfristige Veränderungen an den entsprechenden Orten dokumentieren und vor allem erkennen zu können.

Lokale Informationstafeln - Wo sollen die stehen?

Innerhalb von UNDINE haben sich die deutschen Partner auf zwei exemplarische Standorte für solche Informationstafeln geeinigt. Es sollen Tafeln für Neustadt in Holstein (Badeanstalt bis BUND Umwelthaus) und Scharbeutz Kammer (Bereich der Ostseetherme) erstellt werden.

Kartierungswochenenden - Wie soll das ablaufen?

Wichtige Termine für alle Freiwilligen, die sich an einer Habitat Kartierung beteiligen wollen und können (Siehe: Ich will mitmachen - Was brauche ich?) lauten auf den Seiten des TLV-SH für die beiden Uferbereiche wie folgt:

Scharbeutz Kammer 17. Aug. 10:00 Uhr bis 18. Aug. 15:00 Uhr 2013

Neustadt in Holstein 28. Sep. 10:00 Uhr bis 29. Sep. 15:00 Uhr 2013

Am jeweiligen Wochenende findet vor Ort am Samstagvormittag die Gruppeneinteilung statt. Jede Gruppe hat an diesem Wochenende dann die Möglichkeit, 4 Tauchgänge durchzuführen. (siehe Habitatkartierung - Wie macht man das?). Für Pressluft und Verpflegung wird gesorgt werden. Anmeldeschluss ist der 01.08.2013

Ich will mitmachen - Was brauche ich?

Ganz grundlegend gilt, dass Du mindestens DTSA ** TaucherIn sein musst. Solltest Du bereits an einem TaMOs Seminar teilgenommen haben, so ist diese zusätzliche Qualifikation sehr hilfreich. Du brauchst:

  1. DTSA ** oder höher 
  2. Eine vollständige Tauchausrüstung
  3. Eine Führungsleine für eine Boje
  4. Einen auslesbaren Tauchcomputer und das entsprechende Computer-Interface. WICHTIG! unbedingt mitbringen, ggf. mit Treibersoftware falls notwendig (ggfs. den Computer mit dem installierten Ausleseprogramm)
  5. Optional: Eigener GPS-Logger mit Boje und wasserdichter Tüte (WICHTIG! Software/Treiber bitte mitbringen)

Es kann gestellt werden:

  1. Eine Schleppboje. 
  2. Ein GPS-Logger mit wasserdichter Hülle.

Habitatkartierung - Wie macht man das?

Grundlegend ist das Konzept unserer Kartierung ganz einfach und basiert darauf, dass wir viele Helfer haben. Je mehr Leute wir sind, desto besser wird die gesamte Kartierung.
Jedes Team geht mit GPS-Boje, Tauchcomputer und Schreibtafel ins Wasser. Grundlegend werden GPS-Logger und Tauchcomputer beim Abtauchen synchronisiert. Danach versucht man in einem gradlinigen Kompaßkurs eine größere Wassertiefe zu erreichen und notiert dabei auf der Schreibtafel Tauchzeit, Tauchtiefe und die Beobachtungen. Beobachtungen können dabei eine Vielzahl von Merkmalen beinhalten. Es könnte zum Beispiel die obere oder untere Verbreitungsgrenze von Seegras (Zostera marina) dokumentiert werden. Man kann notieren, ob und wo man Steine findet oder ab welcher Tiefe der Sandboden zu Schlickboden wechselt, etc. Grundlegend gilt: Je mehr Observationen, desto besser.
Nachdem das erste Drittel des Tauchganges mehr oder weniger gradlinig verlaufen ist, wird der Rückweg zum Strand am Besten im Zick-Zack-Kurs absolviert. Dabei ist es wichtig, dass euer Rückweg möglichst häufig den eigenen Hinweg und nach Möglichkeit auch die Routen anderer Tauchgruppen häufig kreuzt. Dabei ist immer weiter zu notieren, was es wo zu sehen gibt. Auf diese Weise wird dann bis in in den Flachwasserbereich getaucht, wobei anschließend darauf zu achten ist, dass ihr den Tauchregeln konform austaucht.

Ganz wichtig. Sicherheit steht an erster Stelle. Die Durchführung der Kartierung ist nicht so wichtig wie Eure Sicherheit.

Nach dem Tauchgang werden wir uns darum kümmern, Eure Daten aufzunehmen und so schnell wie möglich eine allgemeine Karte zu erstellen und diese mit den von Euch beobachteten Besonderheiten zu füllen und zu verfeinern. Jeder einzelne Tauchgang für sich alleine betrachtet liefert nur einen kleinen Ausschnitt an Informationen, aber aufgrund der Überlappung mehrerer Tauchgänge entsteht ein sehr aussagekräftiger Datensatz über die Tauchplatztopographie (Bathymetrie) und die einzelnen Habitate vor Ort.

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