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Erstes Standardprofil mit Maßband

erstellt von Dirk Fleischer zuletzt verändert: 01.07.2008 23:25

Am 15.06.2008 haben wir erstmal einen Profiltauchgang mit Hilfe eines Maßbandes durchgeführt. Diese Methode ist sehr exakt und erleichtert die nachträgliche Auswertung. Diese Methode ist allerdings nicht mit den Vorzügen eines normalen Tauchganges vereinbar. Das Maßband wird an der Wasserlinie verankert und dann vollständig ausgelegt.

Erstes Standardprofil mit Maßband

TaMOs Teilnehmer notiert die Pflanzen mit Zentimeter genauen Angaben entlang des 100 m langen Maßbandes (Foto: A. Czerniak)

Erstes Standardprofil mit Maßband

Wir von TaMOs sind immer daran interessiert Untersuchungstechniken praktisch zu testen. Wir haben uns hierbei das schwedische Phytobenthosmonitoring als Beispiel genommen. Zwei 50m Maßbänder waren schnell gefunden und eine Verankerung am Strand war auch kein Problem. Sofort fanden sich interessierte Strandspaziergänger, die wissen wollten was wir denn da machen. Wir mussten die Vorstellung von TaMOs leider kurz halten, denn starke Sonneneinstrahlung und die komplette angezogene Tauchausrüstung vertragen sich nur bedingt. Wir sind dann zusammen ins Wasser gegangen und haben die Maßbänder langsam abgewickelt und auf einer Geraden ausgelegt. Nachdem auch die zweiten 50m abgewickelt waren haben wir noch einmal den Kurs gepeilt und sind abgetaucht.

Diese Methode hat einige klare Vorteile gegenüber der von uns vertretenen Methode aber auch Nachteile, die wir allerdings als essenziell betrachten:

 

Vor- und Nachteile der möglichen Methoden für einen Profiltauchgang
  Vorteile   Nachteile  
 
  • Es ist sehr einfach die Richtung zu halten, da man am Grund immer nur dem Maßband folgen und kann sich voll auf das konzentrieren, was man vor sich sieht.
  • Die Reihenfolge beim aufschreiben entspricht ganz genau dem  was man während des Tauchganges findet.
  • Alle Angaben sind sehr exakt, leicht nachvollziehbar und gut korrelierbar mit dem Tauchgangsprofil aus dem Tauchcomputer.
 
  • Die Tauchgangsrichtung ist vom Meer zum Land und damit ist klar, dass es keinen Freiraum für anderes geben kann.
  • Eine zentimetergenaue Einteilung könnte dazu führen, dass in einer Anwandlung von wissenschaftlichem Drang zu viel aufgeschrieben wird (z.B. 12,345 m).
  • Die Möglichkeit sehr genau zu messen läßt einen teilweise vergessen, dass man auch mal links und rechts vom Transekt schauen kann. (Am Ende hat man zwar alle Pflanzen aufgeschrieben aber die Fische sind einem nicht aufgefallen.)
 
         

Das TaMOs Team hat mit diesem Tauchgang getestet, wie sich diese Messmethode für das Taucher-Monitoring benutzen lässt. Es wurden zwei 50m Maßbänder benutzt und damit eine 100 m Transekt von der Wasserlinie in Strande bis ca. 30m vor die Mole betaucht.

Wir überlegen, ob wir interessierten Tauchern das Equipment für einen solchen Tauchgang zur Verfügung stellen sollen und auf diesem Weg sogenannte Standardprofile für jeden Tauchplatz erstellen. Wenn Ihr Fragen oder Meinungen dazu habt, dann kontaktiert uns.

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